Dein sicherer Ast. Abgesägt.

Ich schlummerte schön in meinem Bett, es war echt richtig nett,
zugedeckt, aber du hast mich dort entdeckt,
wie mein erster Gedanke erwacht, Tageslicht in meine Augen lacht.
Aufgewacht.
Hast du gut geschlafen mein Kind, ich hab über dich gewacht.
Mir was Schönes für dich heute ausgedacht.
Bist du schon aufgeregt, von deiner inneren Unruhe bewegt?
Heute habe ich deinen vermeintlich sicheren Ast abgesägt.
Weil nur Vertrauen in mich trägt.
Guten Morgen, mach dir keine Sorgen. Ich werde dir Nervenkitzel borgen.
Geh deinen Träumen nach, verlass deinen Ast,
du kletterst bald auf höheren Bäumen, ziehst dich hoch, ohne Last, ohne Hast.
Du bist am richtigen Ort. Alles passt. Ich geb dir mein Wort.
Aber deck sie nicht zu, deine innere Sehnsucht, die du schon lange träumst.
Du denkst, du versäumst etwas.
Ich deck deine Träume auf, schau! bau! auf meinen Halt,
sonst denkst du nur, du stehst im Wald und wirst langsam alt,
ohne dass du einen Wipfel, einen einzigen Gipfel gesehen hast.
Gib mir deine Angst, dass du was verpasst. Warum die Hast?
Darum mach eine Rast mit mir und dann bist du soweit: Du bist in meiner Zeit.

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