Klimachronische Nashornologie.

Anmerkung: Inspiriert von der fehlenden Sonne in dieser Jahreszeit und weil das Vermissen lange dauert.

Frei wie ein Vogel
unterernährt
und doch wild
lungert das Nashorn
in der maritimen Eiswüste und chillt.
Es will nur eines tun, es will nur ruhen.
Es will rumstehn und gerne mal wieder Sonne sehen.
Die Erinnerung ist längst verbleicht
wie die Strahlen federleicht sich niederließen
wie sie durchweicht, pflegeleicht die trockene Haut begießen.
Waren die Strahlen attraktiv?
Jetzt ist es schief, das Weltenklima
und mies alles seitdem, nix ist prima
verbissen steht es da herum
denn vermissen ist ihm eigentlich zu dumm
es ist doch sonst so gerissen und nicht stumm
doch die Erinnerung verblasst dudeldumm
und es geht im Kreis herum,
weil es nichts weiß, wie im Altertum.
Wann scheint die Sonne wieder heiß und warum?
Bleibt nur Draufgängertum im sonnenentwöhnten Universum.
Die eisige Wüste. Es schleppt sich weiter an die Küste
und denkt nach übers Vermissen.
„Am liebsten würd ich mich verpissen“
sagt es erheitert und scheitert.

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