Einmal Zuckerschlecken bitte. Fürs Leben.

Das Leben ist kein Zuckerschlecken,
sagt man,
wenn man an allen Ecken hängen bleibt
und vor Schrecken mutlos schweigt.
Manchmal ist es nur ein Hindernisparcour,
eine Barriere und noch eine. Alleine
zieht man nicht das große Logik-Los.

Das Leben ist ja kein Ponyhof,
sagt man,
und lonely hofft man, dass er doch existiert.
Denn wer die Hoffnung verliert ist arm dran,
im dunkelsten Loch, im sichersten Verlies,
verliert er den Glauben ans Paradies.

Eine heile Welt hätte man gern,
gibts die wohl in Bern?
Wie fern müssen Gedanken für den Frieden reisen
und um welche Themen kreisen?
Wir sehnen uns nach Sicherheit, breitem Respekt,
Kontrolle über alles, was das Leben Tolles ausheckt.

Wir sehnen uns nach dem perfekten Tag,
nach der perfekten Welle,
dass man die Schwelle zum Erfolg kriegt
und nebenbei noch geliebt wird.
Wir wollen uns mit Ablenkung zumüllen,
To-do-Zettel zerknüllen. Richtig funktionieren,
am besten nicht verlieren, schick aussehn, auf Reisen gehn,
Kinder kriegen, zum Mars fliegen,
in Erinnerung bleiben, uns gut einkleiden,
etwas bewegen und verwegen sein.

Das Leben ist Arbeit und wir immer bereit
seit es Mobilfunk gibt,
aber früher war auch nicht alles bunt,
es gab Stunk, es lief nicht alles rund.
Da sind wir wieder bei den Ecken,
da kannste dich nicht verstecken.

Das Leben ist kein Zuckerschlecken.
Eine Blamage, eine großes Blockade,
aber Gott, du bist meine Schokolade.
Und du machst glücklich.
Nicht fett.

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